Steuererklärung als Student: alle Tipps und Infos

Alle Infos auf einen Blick
Steuererklärung als Student: alle Tipps und Infos

Eine Steuererklärung als Student einreichen bringt mehr Vorteile als man vorerst denken mag. Alle Infos und Tipps zur Anfertigung findet ihr hier.

Es ist bekannt, dass bei Studenten häufig gähnende Leere im Geldbeutel herrscht. Ein Studium ist eben teuer. Rund 30.000€ werden in den drei Jahren der Regelstudienzeit für ein Bachelorstudium ausgegeben. Im Schnitt haben die meisten Studenten ungefähr 790€ im Monat zur Verfügung. Ein Großteil davon, nämlich 37,5%, geht für die Miete drauf, weitere 20,8% für Lebensmittel. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Fahrkarten, Fachliteratur und Studienfahrten schlagen deshalb ein großes Loch in die kleine Studentenkasse. Außerdem, wenn wir mal ganz ehrlich sind, gibt man das Geld, was eigentlich für das 300 seitige Methodenbuch zur Seite gelegt wurde, doch auch lieber für den nächsten Clubbesuch oder im Restaurant aus. Beim Prioritäten setzen, können wir euch leider nicht helfen, allerdings stellen wir euch eine tolle Möglichkeit vor, wie ihr Ausgaben, die ihr wegen eures Studiums tätigen müsst, wieder rein bekommt: Die Steuererklärung als Student einreichen.

Was bringt eine Steuererklärung Studenten?

Die meisten Studenten müssen keine Steuern zahlen, da ihr Jahreseinkommen unter 8.652€ liegt. Aus diesem Grund bekommen sie natürlich auch keine Steuern zurück erstattet. Ihr habt aber die Möglichkeit einen Verlustvortrag, also eine Steuergutschrift, zu bekommen. Das Ganze funktioniert so:

  1. Gebt bei der Steuererklärung nicht nur eure Einnahmen, sondern auch alle studienbedingten Ausgaben (Werbungskosten) an.
  2. Da ihr noch keine Steuern zahlen müsst (Voraussetzung: Einkommen <652€), werden die Werbungskosten vom Finanzamt gespeichert.
  3. Sobald ihr einen Beruf und ein festes Einkommen habt, kommt ihr ums Steuern zahlen nicht mehr herum. Deine Werbungskosten, die zum Teil tausende Euro sein können, werden nun von eurer Steuer abgezogen.

 

Was zählt alles zu den Werbungskosten?

Zu den Werbungskosten könnt ihr alle Kosten zählen, die in irgendeinem Sinne wegen eures Studiums auf euch zukommen. Dazu gehören zum Beispiel

  • Die Studiengebühren und Semesterbeiträge an eurer Uni
  • Die Kosten für Auslandssemester und Studienfahrten
  • Die Summe der Preise für Fachliteratur und Zeitschriften
  • Der Betrag der Fahrkosten von eurer Wohnung bis zur Uni oder Bibliothek
  • Die Zahlungen, die ihr für das Drucken und Binden lassen eurer Bachelor-,Master- und Hausarbeiten tragen musstet
  • Die Kosten der Arbeitsmaterialien wie Laptop und Co., aber auch Blöcke, Stifte und so weiter
  • Auch Praktika können angegeben werden, denn auch diese werden im Verlustvortrag angerechnet

Wenn ihr die Beläge der Käufe eurer Steuererklärung beilegt, werden die genauen Ausgaben vom Finanzamt gespeichert und steuermindert berücksichtigt.

Wenn deine Belege leider nicht mehr aufzufinden sind,  aus welchen Gründen auch immer, hast du trotzdem die Möglichkeit Pauschalbeträge vom Finanzamt einzufordern. Dazu gehören:

  • Eine Jahrespauschale von 80€ im Jahr für Fachliteratur
  • 110€ Jahrespauschale für Arbeitsmittel
  • 240€ pro Jahr für Telefon und Internet
  • Eine Umzugspauschale von 730€ für den Umzug in deine Universitätsstadt
  • Wenn du ein Praktikum absolviert hast, erhältst du 24€ pro Arbeitstag

 

Wie reicht man eine Steuererklärung als Student ein?

Das klingt ja alles schon mal sehr easy und attraktiv. Doch die große Frage, die sich viele Studenten nun stellen, steht noch im Raum: „Wie fertige ich eine Steuererklärung an?“ Darauf gibt es mehrere Antworten. Der Weg, den eure Eltern wahrscheinlich Jahre lang gewählt haben, ist das Ausfüllen des Einkommenssteuerformulars. Mittlerweile rät das Finanzamt zu Online-Steuererklärung-Portalen wie Elster.de. Doch auch diese Formulare sind offizielle Steuerformulare und für blutige Anfänger schwierig nachzuvollziehen und ein Steuerberater zu engagieren, ist bei weitem zu teuer.

Die Lösung für all diese Probleme bietet studentensteuererklärung.de. Die Website ist speziell auf Studenten ausgerichtet. Anstatt der komplizierten Steuerformulare, werden euch einfache Fragen zum Einkommen und euren Ausgaben gestellt, die ihr am Laptop, Tablet oder Smartphone beantworten könnt. Aus euren Antworten wird dann eine gültige Steuererklärung zusammen gestellt. Diese könnt ihr als PDF-Datei per Mail und per Post an das Finanzamt schicken.

Nach sechs bis acht Wochen erhaltet ihr normalerweise einen Steuerbescheid, auf dem genau vermerkt ist, wie hoch der Verlustvortrag ausfällt. Um dies zu erfahren, müsst ihr aber nicht so lange warten, denn studentensteuererklärung.de zeigt dir ebenfalls direkt nach der Ausfüllung der Dokumente die Höhe der Steuergutschrift an.

Steuererklärung für Studenten

Die Gebühr von 34,90€ an studentensteuererklärung.de musst ihr erst zahlen, nachdem ihr den Betrag der Steuergutschrift eingesehen habt. Somit sieht man sofort ob sich die Nutzung der Website im Endeffekt lohnt.

Auch wenn ihr bereits in den Berufsalltag eingestiegen seid und keine Steuererklärung als Student abgegeben habt, ist es jetzt noch nicht zu spät, denn man kann die Steuererklärungen bis zu sieben Jahren rückwirkend einreichen. Ihr seht also, eine Steuererklärung als Student anzufertigen kann nicht nur einfach sein, sondern sich auch richtig lohnen.

TIPP: Mit dem aktuellen Gutscheincode UNI18 erhaltet ihr im Aktionszeitraum (bis einschließlich 31.12.2018) 5,00 € Rabatt auf die Gebühr von 34,90 € bei Nutzung der Online-Software von studentensteuererklaerung.de!

Bildnachweis: Vielen Dank an ©falco/pixabay.com, studentensteuererkaerung.de!

13 Antworten zu “Steuererklärung als Student: alle Tipps und Infos”

  1. Joachim Hussing sagt:

    Danke, dass Sie erklärt haben, wie ein Student eine Steuergutschrift erhalten kann, wenn er Verluste vorträgt. Mein Bruder hat gerade mit dem Studium begonnen, und er versucht, seine steuerliche Situation zu klären. Ich werde diese Informationen mit ihm teilen und ihm vorschlagen, mit einem Steuerberater zusammenzuarbeiten.

  2. Florian sagt:

    Interessant, dass man als Student die Kosten für Auslandssemester in die Steuererklärung geben kann. Einige Freunde haben mir die Erstellung einer Steuererklärung empfohlen und ich informiere mich zum Thema, um alles am besten erledigen zu können. Danke für den Beitrag, sehr hilfreich!

  3. Sven sagt:

    Danke für diese Tipps zur Steuererklärung für Studenten. Bisher kannte ich nur die Möglichkeit des Einkommenssteuerformulars und des Steuerberaters. Dass es ein extra online Portal für Studenten gibt ist großartig und werde ich sofort ausprobieren. Das beste ist, dass die Steuererklärung ja auch noch bis zu 7 Jahre rückwirkend eingereicht werden kann.

  4. wolfgang Krähenbühl sagt:

    Ich bin gerade am Ende meines ersten Semesters und ich habe mich mit dem Thema Steuern noch nicht so ganz auseinandergesetzt. Auch ich hab nicht erwartet, dass es sich für mich lohnen würde meine Steuererklärung zu machen. Es ist aber gut zu wissen, dass doch einiges Zurück kommt. Danke für die Tipps zum Thema Steuern zahlen als Student.

  5. Mailin Dautel sagt:

    Ich hatte keine Ahnung, dass man als Student so vieles von der Steuer abziehen kann. Es ist gut zu wissen, dass so vieles in die Werbekosten eingehen und dass man so vieles zurück bekommen kann. Ich hätte niemals gedacht, dass man die Steuererklärung bis zu sieben Jahren rückwirkend einreichen kann.

  6. Estefania Garosz sagt:

    Das während des Bachelors rund 30.000 Euro ausgegeben werden, hätte ich nicht für möglich gehalten. Mein Sohn macht derzeit zum ersten Mal seine Steuer und hat mit seinem Steuerberater gesprochen. Als Student scheint man auch rückwirkend für einige Jahre die Steuer erklären zu können.

  7. Ferdinand Schneider sagt:

    Gut zu wissen, dass sich eine Steuererklärung für manche Studenten lohnt. Die Liste mit Werbungskosten ist sehr hilfreich und werde ich mal durchgehen. Als Student kann man das gesamte Geld brauchen.

  8. Manuel Löhrmann sagt:

    Gut zu wissen, dass sich eine Steuererklärung schon als Student lohnen kann. Mein Vater hat einen Steuerberater, wo ich einige Sachen herausfinden könnte. Ihren Tipp die Werbungskosten aber schon anzugeben werde ich auf jeden Fall machen.

  9. Mailin Dautel sagt:

    Ich bin ab sofort Student und wohne in meiner eigenen Wohnung. Mein Onkel ist richtig gut wenn es, um Steuern geht. Er hat mir gesagt, dass es wichtig ist alle Kassenzettel aufzuheben wenn es um größere Anschaffungen geht. Einiges kann man als Student von den Steuern absetzten. Es ist gut zu wissen, dass alle die unter 8.652 € verdienen sich nicht mit den Steuern plagen müssen.

  10. Franziska Bergmann sagt:

    Meine Cousine hat angefangen neben dem Studium, als Werkstudentin zu arbeiten. Danke für den Tipp, dass man in dem Fall eine Steuererklärung selber erstellen kann. Gut zu wissen, dass man mit der Elster-Software eine elektronische Steuererklärung anfertigen kann.

  11. Ester Diemer sagt:

    Dieses Jahr werde ich mich denke ich das erste Mal an meine Steuererklärung wagen und habe großen Respekt vor der Aufgabe. Da kommt deine Tipps mir gerade richtig, vor allem da ich mir im Bereich der Werbungskosten unsicher war. Was ich nun noch klären muss, ist inwiefern die Handy- und Internetnutzung bei mir dienstlich vs. privat war, das muss ich noch mit meinem Arbeitgeber klären. Und ich freue mich sehr, dass die Bahncard die ich für die Stelle kaufen musste doch noch ein wenig abgefangen wird mithilfe der Fahrkosten.

  12. Fabian Grenu sagt:

    Meine Schwester braucht unbedingt ein Steuerberater, um ihre Steuererklärung zu machen. Sie ist eine Studentin und arbeitet gleichzeitig selbstständig. Sie verdient mehr als 9000 EUR pro Jahr und habe vor ein Paar Wochen ein Laptop gekauft. Sie weiß im Moment nicht, was sie tun muss, aber Dein Beitrag wird ihr helfen, Steuererklärung zu verstehen. Ich werde ihr zeigen.

  13. Fine sagt:

    Mein Freund hat mir letztens erzählt, dass man ja auch als Student bereits ein Steuererklärung abgeben kann. Die Auflistung bezüglich der Werbungskosten finde ich sehr hilfreich. Ich wusste gar nicht, dass so viele Dinge mit reinzählen in die Steuererklärung.

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