Die passende Brille: eine Frage des Studienfachs?

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Die passende Brille: eine Frage des Studienfachs?
15.12.2016 von Claudia

Zeig mir deine Brille und ich sage dir, welches Fach du studierst! Ist das wirklich möglich? Die gängigen Klischees bezüglich der Sehkorrekturwahl scheinen an deutschen Universitäten und Fachhochschulen durchaus zu gelten, denn jedes Studienfach hat seinen eigenen Dresscode. Und wer sich einmal für das Studium seiner Wahl eingeschrieben hat, greift ganz schnell zu den üblichen Brillenmodellen, um bewusst oder auch unbewusst seine Zugehörigkeit auszudrücken. Dabei ist der Anteil der Brillenträger an Hochschulen stets ansteigend, denn häufiges Lesen, welches beim ständigen Lernen nun mal erforderlich ist, steht unter dem Verdacht zur Kurzsichtigkeit zu führen. Dafür sind Studien zufolge, Brillenträger aber auch schlauer als Menschen ohne Nasenfahrrad.

Die Brille gilt längst nicht mehr als eine lästige Sehkorrektur und hat sich mittlerweile insbesondere auf dem Campus als Statussymbol und Ausdruck der eigenen Individualität etabliert. Gleichzeitig ist sie ein direktes Zeichen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, weswegen man an ihr auch ablesen kann, welches Fach wahrscheinlich studiert wird.
 

Kunst, Architektur und Design

In den Studienfächern rund um die Themen Kunst, Architektur und Design tummeln sich die vermeintlichen Kreativen. Sie schaffen gerne Neues und Ausgefallenes. Natürlich müssen sich diese Werte auch in der Wahl ihrer Brille niederschlagen. Kunststudenten wählen gerne farbliche auffällige Modelle mit besonders Kennzeichen, die zu dem jeweiligen Träger optimal passen. Hier begegnet man auch schon mal knallroten, gelben oder pinken Modellen. Der Kreativität sind auch bezüglich der Form keine Grenzen gesetzt. Sehr beliebt sind unter anderem dünne kompakte Drahtgestelle mit besonderem Gläserschliff, wie zum Beispiel die populäre Cat Eye Variante.
 

Jura und BWL

Jura- und BWL-Studenten greifen gerne mal zu den schicken seriösen Brillen wie die im Shop von Edeloptics. Hier ist das konservative Modell wohl am gefragtesten. Kein Wunder, denn der zukünftige Steuerberater oder Rechtsanwalt möchte einen vertrauensvollen Eindruck bei seinem Gegenüber erwecken. So wählt der Jurastudent gerne einmal die klassische Hornbrille. Je dicker dabei der Rand ist, desto härter ist der Kontrast zum Gesicht, weswegen ein strengerer und gleichzeitig aber auch kompetenterer Eindruck hinterlassen wird. Geradlinige Brillen ohne Verzierung und mit edlem klassischem Design sind in dieser Branche mithin äußerst gefragt. Ähnlich verhält es sich übrigens auch bei Studenten der BWL. Klar, man braucht ja die passende Brille zum Lacoste Shirt und schwarzer Hose?
 

Ingenieurwissenschaften und Informatik

Auch bei den Studenten des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und des Bauingenieurwesens sieht man viele Brillenträger. Dem Klischee nach zählen Studierende der Ingenieurwesen und der Informatik zu den am schlechtesten gekleideten Vertretern auf dem Campus. Doch immer mehr Studenten richten sich auch hier nach den aktuellen Modetrends und vor allem nach dem neusten Stand der Technik, was sich auch spürbar auf die Wahl der passenden Brille widerspiegelt. So werden eher schlichte und unauffällige Modelle bevorzugt, die sich jedoch durch ihren ultraleichten Rahmen aus Titan, dem sogenannten Material für die Raumfahrt, auszeichnen. Das bodenständige Klischee wird auch gerne mal durch selbsttönende Brillengläser im grellen Sonnenlicht untermauert.
 

Sozialpädagogik und Psychologie

Der Dresscode für Brillen für Studierende der sozialen Fächer und der menschlichen Psyche sieht folgendermaßen aus:
– dezente Fassungen sorgen für ein ruhige Karma,
– runde Gläser hinterlassen den Eindruck von Empathievermögen und Feingefühl,
– natürliche warme Farbtöne, wie hellbraun, strahlen menschliche Wärme aus.
Wer sich allerdings zu den “Ökos” und “Hippies” der Sozialpädagogen zählt, setzt auch mal gerne auf die überdimensionale Hornbrille. Damit soll Gelassenheit und Gemütlichkeit ausgestrahlt werden, die sich durch ein besonders freundliches Miteinander niederschlägt.
 
Fazit: Insgesamt zeigt sich, dass sich viele Klischees über die einzelnen Studiengänge auch auf die Wahl der eigenen Brille auswirken können. Dabei kann das richtige Modell eine gewisse Ausstrahlung auf das Gegenüber haben, die auch später im Berufsleben positiven Einfluss zu haben vermag.

Bildquelle: Vielen Dank an Pexels für das Bild (© pexels / pixabay.com).

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