Millionenmarkt und technische Finessen
Sony und Microsoft stehen seit jeher in einem engen Konkurrenzverhältnis, sobald es um die Marktanteile im Segment der Unterhaltungselektronik geht. Verkaufte Microsoft von der letzten Xbox-Generation „Xbox 360“ etwa 76 Millionen Exemplare, konnte Sony die hauseigene „Playstation 3“ weltweit etwa 77 Millionen mal absetzen.
Auch wenn sich Sony und Microsoft mit ihren generalüberholten Konsolen treu zu bleiben versuchen, wird die veränderte technische Ausstattung samt den neuen und, im Falle der „Xbox One“ sehr umstrittenen, Features zu einer Veränderung der heimischen (Spiele-)Unterhaltung beitragen. Das obligatorische Update der Technik entscheidet Sony dabei bereits für sich, denn die „Playstation 4“ besitzt einen ca. 50 Prozent schnelleren Graphikprozessor als die „Xbox One“ und kann somit für ein detailreicheres und aufwendigeres Spielerlebnis sorgen.
Cloudservices im Auge der Kamera
Bedeutender noch als die technischen Details im Inneren der jeweiligen Konsole, sind die Eingabemöglichkeiten mit denen Sony und Microsoft die Kommunikation zwischen Spieler und Recheneinheit sicherstellen wollen. Microsofts „Kinect 2.0“ sorgte dabei nicht nur für großen Bedenken bei Datenschützern, sondern auch bei Spielern selbst. Mithilfe einer Kamera und mehreren Mikrofonen wird der Nutzer einer „Xbox One“ in der Lage sein, durch seine Stimme und Körpergestik Befehle an die Konsole zu senden. Ganze Spiele sollen auf diese Weise ohne Controller genutzt werden können. Gleichzeitig ist das Kamerasystem in der Lage, Gesichter zu erkennen und kann angeben, wie viele Personen sich in einem Raum befinden.
Ein ähnliches System – das sogenannte „Playstation 4 Eye“ – wird es auch beim Konkurrenten Sony geben, allerdings konzentrierte sich die Kritik an den leicht für Überwachungszwecke zu missbrauchenden Kameras vor allem auf Microsofts „Xbox One“. Schließlich gehört die Kamera hier zum essenziellen Teil der Konsole selbst und kann nicht ausgeschaltet werden. Beide Konsolen werden mit den herstellereigenen Cloudservices verbunden sein und Daten (Spielfortschritte etc.) auf den Servern von Microsoft bzw. Sony speichern können. Ein ständige Verbindung zum Internet ist, zumindest im Falle der „Xbox One“, ebenfalls notwendig.
Große Nachfrage und Exklusivtitel
Die Nachfrage nach beiden Konsolen ist ausgesprochen groß. Sonys „Playstation 4“ kann auf Amazon für 399,- Euro vorbestellt werden und belegt derzeit den Bestsellerplatz in der Kategorie „Games“. Auch die 100 Euro teurere „Xbox One“ ist auf der Seite des Internethändlers bereits vor dem eigentlichen Erscheinen zu beziehen. Microsoft und Sony versuchen derweil den Absatz ihrer Konsolen durch die Ankündigung von exklusiven Spielveröffentlichungen zu erweitern. So sollen für die „Xbox One“ etwa Spiele wie „Call of Duty: Ghosts“ oder „FIFA 2014“, für Sonys „Playstation 4“ hingegen „Driveclub“ oder „Killzone: Shadow Fall“ erscheinen.
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