Bürojob ist nicht mehr nur Bürojob. Heutzutage bietet sich der heimische Schreibtisch für viele Arbeitnehmer mehr an, als in die nächstgrößere Stadt zu pendeln. Neben dem Homeoffice gibt es immer häufiger auch weitere Angebote, seine Arbeit außerhalb der grauen Bürowände zu verrichten. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich dabei, remote oder hybrid zu arbeiten. Welche verschiedenen Formen des Remote Work es gibt und wie man sogar seinen Urlaub mit der Arbeit verbinden kann, erfährst du hier.
Was ist Remote Work?
Remote Work ist ein Arbeitsmodell, bei dem du von überall arbeiten kannst. Im Gegensatz zu Homeoffice, bei dem du an deinem festen Wohnsitz arbeitest, bist du hier komplett ortsunabhängig. Das heißt, du sitzt nicht in einem klassischen Büro und kannst deine Aufgaben von überall erledigen.

Verschiedene Formen von Remote Work
Es gibt verschiedene Arten von Remote Work. Ein paar stellen wir hier vor:
- Full Remote Work: Bei diesem Arbeitsmodell kannst du an einem anderen Ort oder komplett von zu Hause arbeiten. Du musst nie ins Büro kommen und hast keinen festen Arbeitsplatz im Unternehmen. Das heißt, die gesamte Zusammenarbeit läuft nur online ab.
- Hybrid Remote Work: Hier arbeitest du teilweise remote und teilweise im Büro. Meistens gibt es feste Tage bzw. Termine, an denen du im Büro erscheinen musst. Außerdem müssen manche Aufgaben vor Ort erledigt werden, besonders wenn es sensible Daten betrifft.
- Remote Work im Nachbarschaftsbüro: Bei dieser Form arbeitest du in einem Büro in deiner Nähe. Du musst nicht im Hauptsitz des Büros, sondern kannst an einem wohnortnahen Arbeitsplatz arbeiten. Oft teilen sich mehrere Unternehmen ein Gebäude. Dieses Konzept ist vor allem in Skandinavien verbreitet.
- Remote Work im Ausland: Diese Form der Remote Work wird auch Workation genannt. Remote arbeiten im Ausland findet oft an attraktiven Orten statt. Die Dauer wird mit dem Arbeitgeber vereinbart. Wenn du länger als 183 Tage im Ausland bist, musst du dort Steuern zahlen.
Workation – Vorbereitungen
Remote Arbeiten im Ausland, das hört sich erstmal klasse an, jedoch ist dieses Arbeitsmodell auch mit einigen Hindernissen verbunden. Zunächst einmal musst du in dem Land deiner Wahl eine Unterkunft finden. Wichtig ist auch, dass der Ort, an dem du arbeitest, eine gute Internetverbindung hat. Ohne diese wird es mit der Workation nichts.
Was du auch beachten musst, sind die Zeitzonen. Je nachdem, in welchem Land du dich befindest, bist du entweder mit der Zeit voraus oder hinterher. Das solltest du z. B. bei Online-Meetings berücksichtigen.
Plane außerdem die Lebenshaltungskosten ein und erstelle ein vernünftiges Budget. Wie viel Geld bekommst du im Monat, wie viel willst du maximal für die notwendigen Sachen ausgeben? Du bist schließlich auch auf Workation, um das Land zu erkunden, Sehenswürdigkeiten zu bestaunen und zu entspannen. Dafür benötigst du Geld.
Bevor du überhaupt die Reise ins Ausland antrittst, vergewissere dich, dass alle deine Dokumente und Papiere aktuell sind. Dazu gehören unter anderem der Ausweis, der Reisepass, das Visum und Versicherungen. Je nachdem, wo du arbeitest, kann es sein, dass du eine Auslandskrankenversicherung abschließen musst.
Was sind die beliebtesten Städte für Workation?
Wenn du im Ausland arbeiten möchtest, fragst du dich sicherlich, welche Städte in den jeweiligen Ländern am beliebtesten sind. Natürlich gibt es nicht die perfekte Stadt, jede hat ihre Vor- und Nachteile.
Laut dem TUI Workation Score liegt Lissabon auf Platz 1, gefolgt von Bukarest und Porto. Bewertet werden unter anderem die Anzahl der Coworking Spaces, die monatlichen Mietkosten, die Breitbandkosten und -geschwindigkeit, ob es Zeitzonen gibt, ob ein Visum benötigt wird und noch mehr.

Remote Arbeiten im Ausland – Führt das zu Ablenkung?
Wir haben Workation vorgestellt und nun stellt sich die Frage, ob man Arbeit und Urlaub wirklich verbinden kann? Wird man nicht abgelenkt, wenn man in einem schönen Resort, am Strand oder anderen ansprechenden Orten arbeitet?
Nun, wenn du Coworking-Spaces nutzt, wird das eher nicht passieren. Coworking-Spaces sind Räumlichkeiten, die du dir mit anderen Berufstätigen aus der ganzen Welt teilst. Du hast einen Schreibtisch, einen Stuhl und WLAN. Auch Drucker und Besprechungsräume werden zur Verfügung bereitgestellt.
Anders sieht es aus, wenn du keinen Coworking-Space zur Verfügung hast oder dort nicht arbeiten willst. Dann musst du auf deine Unterkunft oder einen anderen Ort ausweichen, wo du eine gute sowie schnelle Internetverbindung und am besten einen ergonomischen Arbeitsplatz hast.
Remote arbeiten im Ausland kann die Lebensqualität, die Produktivität, die Kreativität und die Motivation steigern. Jedoch besteht die Gefahr, dass die Atmosphäre und das gute Wetter dazu führen, dass du denkst, du wärst nur im Urlaub und nicht zum Arbeiten da. Außerdem sorgt gutes Wetter für mehr Ablenkung. Studien deuten darauf hin, dass wir bei schlechtem Wetter besser arbeiten.
Es ist also wichtig, Arbeit und Urlaub strikt zu trennen, wenn möglich, arbeite in einem Büro und nicht in der Nähe von einem Swimmingpool. So wirst du weniger abgelenkt.
Fazit
Remote arbeiten im Ausland erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Kombination aus Urlaub und Arbeit ist ein klasse Arbeitskonzept. Doch es gibt auch einige Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Die Vorbereitungen sind äußerst wichtig. Vor allem die Wahl des Landes und der entsprechenden Stadt sollte gut überlegt sein.
Beachte außerdem: Du bist nicht im Urlaub, sondern zum Arbeiten da. Auch wenn der Strand verlockend aussieht, musst du erst deine Aufgaben erledigen.
Vielen Dank für die Bilder an Aleksei Zhivilov, Johnny Africa und Macarena Navarro ©unsplah.com
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