Darauf kommt es im Bewerbungsanschreiben an

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Darauf kommt es im Bewerbungsanschreiben an

Magazin-Reihe: Jobs, Teil 3 von 11
In unserem dritten Teil unserer Rubrik „Jobs“ soll es diesmal um das Bewerbungsanschreiben gehen. Bereits im ersten Teil haben wir dir gezeigt, wie du am besten bei der Jobsuche im Internet vorgehst und so den passenden Job findest. Ist der passende Job gefunden, geht es nun an die Bewerbung. Wir zeigen dir, worauf es bei einem guten Bewerbungsanschreiben ankommt.

Neben dem Deckblatt, Lebenslauf, Arbeits- und Praktikumszeugnissen gehört in die Bewerbungsmappe das Anschreiben. Dieses ist ein wichtiger – wenn nicht sogar der wichtigste – Bestandteil deiner Bewerbung, jedoch können hier auch einige der häufigsten Bewerbungsfehler auftreten.

Anders als im Lebenslauf, wo du die Höhepunkte deiner Biographie auflistest, geht es im Anschreiben darum, den Personaler von deiner Motivation und deinen Fähigkeiten zu überzeugen. Kurz gesagt: Mit dem Bewerbungsschreiben sagst du, warum du der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Arbeitsstelle bist.

 

Der formale Aufbau muss stimmen

Ein gutes Anschreiben muss nicht nur inhaltlich, sondern auch im formalen Aufbau überzeugen. Nur so bekommt der Personaler einen guten Überblick und kann sich deinem Anschreiben widmen. Beginnen wir mit der Kopfzeile: Hier sollten deine vollständigen Kontaktdaten (Name, Adresse, E-Mailadresse und Telefonnummer) stehen. Dabei ist es dir überlassen, ob du diese Angaben mittig oder rechtsbündig platzierst. Unter der Kopfzeile stehen die Empfängerdaten des Unternehmens. Wichtig hierbei ist, dass auch der Name des Ansprechpartners, falls bekannt, mit angegeben wird. Etwas versetzt wird rechtsbündig der Ort und Datum angegeben. Wieder ein bis zwei Zeilen versetzt steht die Betreffzeile. Diese beinhaltet die Stelle, worauf du dich bewirbst sowie, falls in der Stellenbeschreibung angegeben, eine Kennziffer. Darunter erfolgt nun schon die Anrede. Bestenfalls ist dir der Name des Ansprechpartners bekannt, ansonsten benutzt die Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Tipp: Es ist jedoch immer besser, den Namen des Ansprechpartners zu kennen. Solltest du jedoch bereits im Internet recherchiert und nichts gefunden haben, ist es nicht verkehrt, im Unternehmen anzurufen und den Namen des Ansprechpartners zu erfragen.

 

So überzeugst du mit deinem Bewerbungsschreiben

Ist der formale Aufbau soweit fertig, liegt nun der Fokus auf dem Inhalt deiner Bewerbung. Hier werden viele merken, dass gerade der Einstieg gar nicht mal so einfach ist. Doch gerade der erste Satz sollte es in sich haben, denn dieser hat zum Ziel, dass der Personaler neugierig wird und die Bewerbung nicht beiseitelegt. Doch wie gelingt eigentlich der perfekte Einleitungssatz? Als erstes sollten Standardfloskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich …“ ganz schnell vergessen werden. Der Personaler möchte sehen, dass du Persönlichkeit mitbringst und dich somit von anderen Bewerbern abhebst. Und genau das sollte der erste Satz im Anschreiben vermitteln – Individualität!

Hattest du bereits Kontakt zum Personaler oder einer anderen Person im Unternehmen, kannst du dies für deinen Einleitungssatz verwenden. Ein möglicher Einleitungssatz könnte daher folgendermaßen aussehen: „Vielen Dank für das freundliche und informative Gespräch am 02.06.2017, welches mich nochmals in dem Entschluss bestärkt hat, Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zu schicken.“

Auch ist es möglich, direkt im Einleitungssatz zu erwähnen, welche Arbeitserfahrungen du bereits mitbringst und worauf du deinen Fokus im Unternehmen setzen möchtest.

Ist der Einleitungssatz geschrieben, folgt nun der Hauptteil des Anschreibens. Hier kommt es nun darauf an, den Personaler davon zu überzeugen, dass du der ideale Kandidat für die ausgeschriebene Stelle bist. Damit das gelingt, solltest du die Anforderungen, welche in der Stellenanzeige gefordert werden, aufgreifen. Dies zeigt dem Personaler, dass du dich gezielt über die Stelle informiert hast. Hast du die Anforderungen im Anschreiben übernommen, musst du selbstverständlich belegen, wo du welche Fähigkeiten oder Qualifikationen erworben hast (Praktika, Nebenjobs, Hobbies, etc.). Nur so kann der Personaler nachvollziehen, ob du das Anforderungsprofil erfüllst oder nicht. Soft-Skills, also soziale Kompetenzen, sollten im Bewerbungsschreiben ebenfalls nicht fehlen. Hierunter zählen beispielsweise Teamfähigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit und Empathie. Auch hier gilt wieder: die Soft-Skills nicht nur aufzählen, sondern belegen, wo du dir bestimmte Soft-Skills angeeignet hast.

Für den letzten Schliff sorgt der Schlussteil des Bewerbungsschreibens. Hier gibst du deinen möglichen Eintrittstermin an und bittest um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Achte darauf, dass du keine Konjunktive verwendest, da Konjunktive nur signalisieren, dass du unsicher bist und wenig Selbstvertrauen aufweist. Da du jedoch keinen Grund hast, dich unter Wert zu verkaufen, kannst du dies auch so im Anschreiben formulieren. Passend wäre daher ein Satz wie „Auf das persönliche Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.“

Tipp: Selbstverständlich sollte dein Anschreiben frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sein, weshalb es nicht verkehrt ist, einen Freund oder Bekannten nochmals gegenlesen zu lassen.

Fazit:

Wie du siehst, ist das Bewerbungsschreiben keine große Sache, sofern du einige Dinge beachtest.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner nächsten Bewerbung!

 

Bildquelle: Vielen Dank an loufre für das Bild (©loufre /www.pixabay.de)

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