Weiberfastnacht 2012 – Seit 11.11 Uhr haben die Frauen das Sagen
- An Weiberfastnacht stürmen ab 11.11 Uhr Frauen einen Tag lang Rathäuser und schneiden den Herren der Schöpfung der Krawatten ab
- MERKE: Das Fest fällt immer auf den Donnerstag vor Aschermittwoch
Männer, haltet eure Schlipse fest, denn seit 11.11 Uhr haben die Frauen in den Karnevalshochburgen der Republik das Sagen. In Köln, Aachen und Co. feiern die Massen wahrscheinlich schon seit dem frühen Morgen auf den Straßen und bereiten sich somit auf die großen Umzüge (inklusive Kamelle-Haschereien) am Rosenmontag vor.
Aber wie kam es eigentlich dazu, dass die Weiberfastnacht gefeiert wird?
Der Ursprung liegt im Bonner Stadtteil Beuel. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts ertrugen die ansässigen Wäscherinnen die Ausbeutung des weiblichen Geschlechts nicht mehr und begannen mit der Gründung des Beueler Damenkomitees gegen die Dominanz des “starken” Geschlechts zu wüten. Dies schlug sich 1824 vor allem im Kampf um das Recht nieder, dass die Wäscherinnen nicht wie bisher ihren eigenen Karneval, die Beueler Weiberfastnacht am Donnerstag vor Aschermittwoch, feiern mussten, sondern, ein Hoch auf die Emanzipation, auch beim Herrenkarneval mitmischen dürfen.
Symbolisch dafür werden an diesem Tag Rathäuser im gesamten Rheinland gestürmt, um, in Gedenken an die Beueler Waschfrauen, nicht die Wäsche, sondern die Männer “in die Mangel zu nehmen”.
Was jetzt in Köln, Bonn und Co. los ist? An Arbeit wird wohl kaum einer denken
Die Leute feiern lieber kostümiert in Kneipen oder auf der Straße, wobei die Damen der Schlips-Abschneiderei frönen. Die Krawatte gilt dabei als Symbol der männlichen Macht, muss also weg!
Aber liebe Herren, keine Angst, für euren Krawatten-Stumpf werdet ihr sicherlich mit einem Bützchen (Küsschen) entschädigt.
Fazit: Helau, Alaaf und jucheeeeee!
