O du fröhliche… ! Die besten Filme zu Weihnachten Teil 2
Letzte Woche hab ich euch schon wieder an Kevin erinnert, der zu Weihnachten von seiner hektischen Familie daheim vergessen wird und sich selbst durch die Festtage schlägt.
Den meisten von uns wird es auch so gehen, denn deutsches Feiertagsprogramm ist in Realität und im Fernsehen verdammt langatmig. Da weiß man nie, ob man bei Oma wieder die gleichen trockenen Kekse vorgesetzt bekommt, wie letztes Jahr und dabei Stefanie Hertel im Schlitten durchs Erzgebirge schaukeln sieht.
Während das fettige Essen und die ganze Schokolade schon langsam zu Steinen im Magen mutiert, läuft irgendwo Jingle Bells in Technoversion und wir wünschen uns plötzlich den guten Alltag zurück, in dem wir von Peter Klöppel und Supernanny Katharina Saalfrank durch den Abend geführt werden.
Da hat letztlich nur der DVD Player Mitleid mit uns, wenn wir uns Weihnachten schöngucken wollen. So, wie es sein sollte, wie es Spaß macht und wir es nie hatten, können euch folgende Streifen in Dolby Digital erzählen:
- Charles Dickens: Eine Weihnachtsgeschichte (Der Klassiker auch unter den Büchern zum Fest, auf dem unzählige weitere berühmte Adaptionen basieren. Herzloser Geschäftsmann wird von den Geistern der Zeit besucht, die seinem Geiz Beine machen.)
- Der Grinch (Grüner Miesepeter verkleidet sich als Weihnachtsmann und klaut die Geschenke der widerwärtig in Vorfreude vergehenden Stadtbewohner. Skurriler Festtags-Hass mit Jim Carrey)
- 3 Haselnüsse für Aschenbrödel (Aschenputtel in der Sowjetversion und 3 verzauberte Nüsse, die ihr letztlich den Prinzen angeln sollen. Alljährlich beliebteste Märchenstunde.)
- Der Polarexpress (Eine Horde abenteuerlicher Kinder fährt mit einer alten Lok zum Nordpol, um herauszufinden, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt. )
- Das Leben des Brian (Unauffälliger Tropf wird blöderweise mit Jesus verwechselt und endet singend am Kreuz. Monty Python´s geniale wie umstrittene Satire der Christusgeschichte.)
- Das Wunder von Manhattan (Kaufhaus-Weihnachtsmann möchte Kindern wieder den Glauben an das Fest geben und ihre Wünsche erfüllen, während die Erwachsenen ihn für verrückt erklären. Vielleicht ist er ja sogar der echte Rotmantel…)
- Ist das Leben nicht schön? (Verzweifelter Banker will nach Misserfolg an Heiligabend Selbstmord begehen. Sein Schutzengel zeigt ihm, was passiert wäre, wenn er nie gelebt hätte.)
- Black Christmas (Studentinnen werden terrorisiert und einen Kopf kürzer gemacht, denn sie wohnen zufällig an einem ehemaligen Tatort. Mist aber auch, dass der Mörder wieder zurückkommen muss. Merry Horror X-mas!)
- Die Peanuts – Fröhliche Weihnachten (Charlie Brown, Woodstock und Snoopy philosophieren wieder über Erwachsene und die Welt auf des Hundes Hausdach.)
Mein persönlicher Tipp als Burton-Fan:
- Edward mit den Scherenhänden (Avonberaterin schleppt einen künstlich erschaffenen Mann mit in ihr erzkonservatives Städtchen, wo er mit seiner Unschuld und Scherenhänden auch zum Fest der Liebe die Nachbarschaft aufwühlt. Wundervolles Märchen über die Schwierigkeiten des Andersseins.)


