Was kann ich studieren?

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Manch einem von euch mag diese Frage jetzt sinnfrei vorkommen, hat man sich doch schon längst entschieden und zieht das Studium pflichtbewusst durch. Anderen allerdings steht die Hochschulkarriere noch bevor oder sie merken nach einigen Semestern, dass es wohl keine so gute Idee war, als sportlich-aktiver Typ Archivwissenschaften zu studieren.

Um solche Miseren zu verhindern, sollte sich der Abiturient von morgen schon heute Gedanken darüber machen, welchen Campus er demnächst mit bevölkern möchte und wie sich das Leben nach der Uni – ja, das gibt es leider auch – weiterentwickeln könnte.

Auch wenn ich es als idealistischer Mensch nicht gern zugebe, spielen gerade wirtschaftliche Aspekte eine immer tragendere Rolle. Nicht nur sind die zukunftsorientierten oder generell besonders gefragten Studiengänge im IT-Bereich oder im Umfeld der Betriebswirtschaft demnach auch stärker an den Universitäten favorisiert, was Wartelisten und überfüllte Hörsäle mit sich bringt.

Die aktuellen (bildungs)politischen und sozial-demographischen Entwicklungen dürfen zudem auch nicht außer Acht gelassen werden, weil sie Hinweise dafür liefern, wo sich der Arbeitsmarkt für ausgebildete Akademiker bald verkleinern wird und Investitionen nicht zu erwarten sind. Ein regelmäßiger Check der Debatten und Beschlüsse des Berliner Reichstages, sowie eine halbherzige Anteilnahme am einflussreichen Weltgeschehen können also nicht schaden.

Generell erfordern die Geisteswissenschaften im Gegensatz zu z.B. medizinischen oder juristischen Berufen aufgrund ihrer Offenheit in den Inhalten nach dem Examen eine flexiblere Einsatzbereitschaft, was Segen und Fluch zugleich bedeuten kann. Einerseits eröffnen sich viele Möglichkeiten für Quereinstiege in Unternehmungen, andererseits halten sich monetäre Verhältnisse eher im Rahmen und meistens verdingt man sich mit seinem Wissen in mehreren Jobs zugleich.

Kurz vor dem Abschluss der regulären Schullaufbahn mag der junge Geist zwar noch leicht überfordert sein bezüglich der kommenden Problematiken rund um Arbeitsfindung und Einkommenshöhen, im Nachhinein stellt sich diese Unwissenheit vielleicht aber als folgenreiche Bildungslücke heraus, wenn man nicht wenigstens ein bestimmtes Interessenfeld hartnäckig verfolgt.

Der passende Studiengang ist wohl eine Mischung zwischen persönlichem Interesse und relativer Überlebensfähigkeit auf dem Jobmarkt. Mit Hilfe eines Persönlichkeitsprofils können diejenigen auf die Suche gehen, die sich komplett unsicher sind. Der Studiumsfinder der IBA Erfurt bietet dafür eine gute erste Grundlage. Er analysiert basierend auf der Myers-Briggs-Typologie in einem Fragebogen die individuellen Fähigkeiten und bietet Vorschläge, in welchen Tätigkeitsbereichen man diese vorteilhaft anwenden könnte.

Einige Webseiten stellen eine Auflistung sämtlicher in Deutschland belegbarer Studiengänge bereit (www.studiengang-verzeichnis.de; www.studieren.de), an denen man sich später auch hinsichtlich des Standorts und der Art der akademischen Einrichtung  orientieren kann. Schließlich gibt es selbstredend nicht alles überall und gerade sogenannte Orchideen-Fächer oder komplett neue Fachrichtungen beschränken sich oft auf wenige Hochschulen.

2 Kommentare

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  1. Ich möchte gerne Physik studieren. Aber ich habe eine Absage bekommen. Der Grund dafür war, dass meine Abitur nicht ausreicht. Jetzt habe ich auf dieser Webpage erfahren, dass man die Möglichkeit hat seinen Studienplatz einzuklagen. Kennt sich vielleicht jemand damit aus?

  2. Julia sagt:

    Jetzt sinds doch 2 Links geworden, ihr könnt gerne einen wegmachen, wusste nicht, wie das hier geht.

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