Unideal.de-Service: Apple’s Ping – Soziales Netzwerk für saftigere Äpfel

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Als gäbe es mit StudiVZ, MySpace, Facebook oder Last.FM nicht schon genügend Web-2.0-Portale, in denen man den eigenen, wie auch immer gearteten, Geschmack jedem ungefragt unter die Nase reiben kann. Nun fügt auch noch Apple der neuen Version 10 ihrer iTunes-Software ein ähnliches soziales Netzwerk namens „Ping“ hinzu.

Hier sollen sich die User über Lieblingssongs austauschen, gegenseitig auf Konzerte einladen, neue Musik finden und, so Apples absehbarer Wunsch, direkt bei ihnen herunterladen – natürlich gegen Gebühr. Man fühlt sich fast geneigt, im süffisanten Ton über diese ach-so-innovative „Neuerungen“ zu scherzen und dem Portal deshalb keine große Zukunft zu prophezeien, doch dabei verkennt man die riesige Anzahl von 160 Millionen iTunes-Nutzern, die „Ping“ direkt nutzen können. Ohne längere Wachstumsphase hat Ping damit theoretisch eine ähnlich hohe Reichweite wie Google Mail.

Apple hat die Käufer ihrer Hardware geschickt an ihre Software geknebelt und kann damit im Idealfall aus dem Stand ein Netzwerk aufbauen, für das andere Portale Jahre gebraucht haben. Zusätzlich muss man auch noch den Enthusiasmus der meisten Apple-Fans einberechnen. Immerhin ließ laut Spiegel Online allein schon das neue iTunes-Logo das anwesende Publikum „begeistert aufjuchzen“. Wenn schon zwei weiße Achtelnoten auf blauem Untergrund zu Jubelstürmen führen, kann man ganz gut nachvollziehen, weshalb Apple-Kritiker hier oftmals schon Züge religiöser Verehrung sehen.

Sicher scheint, dass Apple mit ihrem Einstieg in die Welt der sozialen Netzwerke eine noch bessere Durchleuchtung ihrer Käufer erreichen werden. Statt lediglich Vorlieben Einzelner zu betrachten und dementsprechend das Angebot auszurichten, ermöglichen soziale Netzwerke eine Analyse der Gruppendynamik und der Informationswege. „Trendsetting“ würde so für Apple in Zukunft noch deutlich leichter werden.

Letztlich muss, wie so oft, jeder selbst entscheiden, ob er sich in ein noch engmaschigeres Netz(werk) eines kommerziellen Anbieters begibt, nur um wieder einmal „mit dabei zu sein“.

Ein Kommentar

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  1. Arne sagt:

    die Sueddeutsche berichtet natürlich auch darüber. Viel neues gibt’s da auch nicht.

    Aber die Kommentare sind echt lesenswert!

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